Waldviertler-Mohnzelten

 

Eine nicht zu süße Mohnfülle, die mit Erdäpfelteig umhüllt wird – das sind die köstlichen Mohnzelten.  Wenn es eine Mehlspeise gibt, die für das Waldviertel steht, dann sind das die Mohnzelten.

Letzte Woche spiele ich nach langem wieder einmal eine Runde Golf in Ottenschlag. Meine Freundin Gerlinde, die seit Jahren mit ihrem Mann dort lebt, lud mich anschließend zu Kaffee und ….. Kuchen – sollte man meinen, nein! Zu Kaffee und MOHNZELTEN 🙂 Natürlich selbstgemacht! Na da habe ich ihr doch gleich mal das Rezept abgeluchst und diese heute nachgebacken. Den Mohn habe ich mir gleich im Mohnhof besorgt, der bei ihr gleich um die Ecke ist. Ein Paradies für Mohnliebhaber.

 

Zutaten für den Teig (15 große oder 30 kleine Stück):

  • 300 g mehlige Erdäpfel (KARTOFFELN)
  • 200 g Schweineschmalz (es geht auch Butter)
  • 500 g glattes Mehl
  • 2 EL Sauerrahm
  • 2 Eier
  • 1/2 Würfel frische Germ (21 g) (HEFE)
  • Prise Salz

Zutaten für die Fülle:

  • 300 g Graumohn gequetscht/gemahlen (am besten aus dem Waldviertel)
  • 75 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Powidl (PFLAUMENMUS)
  • 30 ml Rum
  • 190 ml Milch
  • 60 g zerlassene Butter

Zubereitung:

Zuerst bereitet man die Fülle zu: die Milch mit den übrigen Zutaten in einen Topf geben umrühren und einmal aufkochen lassen.  Vom Herd nehmen und auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Erdäpfel in der Schale weichkochen, abgießen und kurz ausdampfen lassen.

Die Erdäpfel schälen und durch eine Erdäpfelpresse oder Flotte Lotte drücken.

Das Schmalz (sollte weich sein – Zimmertemperatur) und alle Teigzutaten in eine Schüssel geben und mit dem Knethaken des Handmixers oder der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.  Anschließend für etwa eine halbe Stunde rasten lassen.

Das Backrohr auf 220 Grad Ober und Unterhitze vorheizen.

Den Teig in fünfzehn (Original) oder dreißig (kleinere) gleich große Stücke teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Kugeln schleifen. (Mein Teig war so geschmeidig, dass ich kein Mehl benötigt habe)

Jeweils eine Teigkugel flach drücken und die Mohnfülle darauf platzieren. (Ich habe 8 große und 15 kleine gemacht und die Mohnfülle dann entsprechend aufgeteilt)

Die Fülle mit dem Teig umhüllen und zu einem Knödel drehen.

Zwei Bleche mit Backpapier auslegen. Die gefüllten Teigkugeln mit der Naht nach unten drauflegen und etwas flach drücken.

Die Mohnzelten mit dem verquirlten Ei bestreichen, mit einer Gabel ein Muster einstechen und im Backrohr (Mitte) etwa 20 Minuten backen. (Ein Blech nach dem anderen)

Die Mohnzelten auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Und nun bleibt nur mehr, gutes Gelingen und lasst sie euch auch so gut schmecken wie wir 🙂

Hier das Rezept wie immer zum Ausdrucken: Mohnzelten

 

Mahlen nicht vergessen 🙂

Beim Backen greift man in der Regel zu Mohnsamen. Die gibt es gemahlen oder ungemahlen. Gemahlene Mohnsamen sollte man möglichst schnell verwenden. Ungemahlener Mohn hält deutlich länger (monatelang), muss aber vor der Verwendung noch gemahlen oder „gequetscht“ werden. Dafür gibt es besondere Mohnmühlen. Diese sind jedoch recht teuer. Die Anschaffung lohnt sich eigentlich nur, wenn man regelmäßig Mohn verwendet. Wer nur ab und zu Mohn mahlen möchte, kann sich mit der Küchenmaschine behelfen und einen entsprechenden Aufsatz verwenden. Auch im Mörser lassen sich Mohnsamen gut quetschen. Das Mahlen ist wichtig, denn es bricht die Samenschale auf, sodass sich das Mohnaroma erst richtig entfalten kann.

Zusatztipp: Legt die Mohnsamen vor dem Mahlen eine kurze Zeit ins Gefrierfach. Dann klebt der Mohn beim Quetschen nicht so. Gemahlener Mohn bleibt im Kühlschrank leider nur wenige Tage frisch. Aber ihr könnt den Mohn auch einfrieren. Dann hält er sich bis zu drei Monate.

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